Seit Januar 2024 darf ich ein Projekt auf dem Gelände des Bundesinstituts für Risikobewertung in Berlin Marienfelde betreuen. Dort wurden vor etwa zehn Jahren 100 hochstämmige Obstbäume (Kirschen, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Esskastanien und sogar Mandeln) gepflanzt und seit dem nicht gepflegt. Die Aufgabe besteht darin, das Triebwachstum der vermickerten Bäume anzuregen und eine tragfähige Kronenstruktur aufzubauen. Wir haben im Prinzip fünf Maßnahmen an den Bäumen durchgeführt
- Erziehungsschnitt inklusive binden und spreizen
- Stammmitten herunter nehmen
- Baumscheiben hacken und mit Hornspänen düngen
- Stammanbindungen entfernen bzw. erneuern, wo notwendig
- Wundversorgung an verletzten Stämmen (v.a. durch Mähaktivitäten)
Hier sieht man eine Birne „Köstliche von Charneux“ vorher und nachher. Die schlecht ausgeprägte Kronenstruktur vor dem Schnitt und Ansätze einer Oeschbergkrone nach dem Schnitt sind schon gut zu erkennen.

Ich freue mich auf die nächsten Jahre, in denen wir die Wiese weiter entwickeln dürfen.
